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In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von Handwerksberufen neu strukturiert. Diese Neueinteilung hatte Folgen sowohl für die schulische als auch berufliche Ausbildung. Fest steht, dass weder die Ausbildung in Schule noch Betrieb einfacher geworden ist.
Da es nun in unserer Einrichtung etliche Jugendliche gibt, denen es schwer fällt, den schulischen Lernstoff zu bearbeiten, haben wir in den letzten Jahren den Bereich der SONDERBERUFSAUSBILDUNGEN ausgeweitet.

Doch auch diese Berufe setzen ein gewisses Maß an Leistungsbereitschaft voraus. Mit einem Abgangszeugnis der 7. oder 8. Klasse kann man heute kaum noch einen Beruf erlernen, der den Zugang zum 1. Arbeitsmarkt ermöglicht.

Jugendliche nicht vor verschlossenen Türen stehen lassen, sondern sie herein lassen und mit Vertrauen und Vorleben zum Facharbeiter am Produkt ausbilden.

- Zukunft schaffen durch Ausbildung -


In groben Zügen hier die Ausgangsvoraussetzungen für die Vollausbildung und die Sonderberufsausbildung.

FUNKEN UND FEUER


Der METALLBAUER
(ehemals Schlosser)


In der Fachrichtung KONSTRUKTIONSTECHNIK schweißt Gitter, Geländer und Tore. Er stellt Bauteile für Stahlbaukonstruktionen her.
Instandhaltung und Reparaturen gehören ebenso zum Aufgabengebiet wie Bauelemente befestigen oder Schließ- und Sicherheitssysteme einbauen.
Zusätzlich werden bei uns die Auszubildenden in den Grundlagen der Zerspanungstechnik (Drehen/Fräsen) ausgebildet. Der Metallbauer sollte gute bis befriedigende Leistungen im Fach Mathematik aufweisen. Von ihm wird ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen verlangt. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre.


Beim METALLBEARBEITER sind die Anforderungen in Schule und Betrieb reduziert. Ohne Hauptschulabschluss (vielleicht über das BVJ) kann diese Sonderberufsausbildung nur in Ausnahmefällen begonnen werden.
Ausbildungsdauer: 3 Jahre

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LUST AUF FARBE ?

Der MALER und LACKIERER
geht mit den unterschiedlichsten Materialien um. Er prüft Untergründe, bereitet sie zur weiteren Behandlung vor. Er entrostet, grundiert, verputzt oder tapeziert sie. Oberflächen werden mit speziellen Farben, Lacken oder Spachtelmassen gestaltet und behandelt. Damit die Arbeit beim Kunden gelingt, ist es wichtig, die chemisch- physikalischen Eigenschaften von Untergründen sowie Farben und Lacken zu kennen.

Ein befriedigender Hauptschulabschluss, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen sowie die Freude am Gestalten sind wichtige Voraussetzungen zur Ausbildung.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre






Beim BAU- u. METALLMALER können Abstriche im schulischen Leistungsvermögen hingenommen werden.
Ein Hauptschulabschluss oder mindestens ein guter BVJ-Abschluss sind als Voraussetzung für die 3 jährige Lehre zu benennen.


GESTALTEN MACHT SPASS !



Der
SCHREINER
TISCHLER

arbeitet überwiegend mit dem Naturstoff Holz, aber auch Kunststoffen, Glas und Metall. Da sich die Arbeit vom Innenausbau bis zum Ladenbau erstreckt, wird von ihm eine Flexibilität und Vielseitigkeit verlangt.
Heute in der Werkstatt und morgen auf Montage, so könnte der Arbeitsalltag nach der Ausbildung ausschauen. Um den Beruf des Schreiners erlernen zu können, bedarf es eines befriedigenden Abschlusses, wie wir ihn zur Ausbildung zum Maler oder Metallbauer kennen.

Der HOLZFACHWERKER ist die Sonderberufsform im Tischlerhandwerk. Trotzdem man von einer gewissen Theorie- und Praxisreduzierung ausgehen kann, muss in Mathematik annähernd das Niveau der Hauptschule erreicht werden. Sowohl als Schreiner als auch Holzfachwerker lernen 3 Jahre lang.

Eine Besonderheit: Unsere Schreinereilehrlinge werden an einem computergesteuerten Bearbeitungszentrum ausgebildet.

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LIEBE GEHT DURCH DEN MAGEN !


KÖCHE


  • sind kreativ und einfallsreich bei der Zubereitung von Speisen
  • planen unter ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten die Menüfolgen
  • präsentieren und arrangieren geschickt ihre Produkte
  • verarbeiten Fleisch, Fisch, Wild, Geflügel und passende Beilagen und Garnituren
  • stellen Vorspeisen und Süßspeisen her
  • richten kalte und warme Platten an
  • erarbeiten Menüvorschläge und beherrschen die Grundlagen der Kalkulation


Der BEIKOCH erlernt auf einem niedrigeren Niveau die gleichen Ausbildungsinhalte.
Die Lehrzeit dauert für den Koch und Beikoch 3 Jahre

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SERVICE GEFRAGT ?

HAUSWIRTSCHAFTER
HAUSWIRTSCHAFTERIN


  • sind kreativ inder Umsetzung eigener Ideen und gestalten Räume
  • arbeiten gerne mit Kunden/Gästen zusammen
  • bereiten Speisen zu und organisieren den Service
  • pflegen und reinigen Textilien
  • pflegen und reinigen Räume
  • setzen Maschinen und Geräte ein
  • organisieren die Vorratshaltung und Warenwirtschaft
  • sind körperlich belastbar
Die Ausbildung wird im dualen System, also betrieblich wie schulisch durchgeführt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Lehre ist ein guter Hauptschulabschluss.
Beim HAUSWIRTSCHAFTSHELFER kann man von einer Reduzierung der betrieblichen wie schulischen Anforderung ausgehen.

WIE DIE KATZE AUF DEM DACH !


ZIMMERER
AUSBAUFACHWERKER

  • führen die Arbeiten anhand von Plänen und Arbeitsaufträgen im Team durch
  • bauen Decken, Dächer und Fachwerk
  • bauen Türen, Tore, Treppen und Fenster ein
  • gehen mit Maschinen und Werkzeugen für den
    Holzbau um
  • stellen Gipsständerwände aus (Trockenbau)
  • bauen Gerüste auf
  • verbinden Tradition und Moderne

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LÄUFT ALLES RUND ?


FAHRRADMONTEURE

  • stellen Fahrräder aus Einzelkomponenten her
  • montieren und demontieren Einzelteile, Baugruppen und Systeme
  • rüsten Fahrräder mit Zubehör und Zusatzteilen aus und halten sie instand
  • beraten Kunden hinsichtlich der Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten
  • empfehlen Dienstleistungen, Waren und Produkte

Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist für Jugendliche mit technischem Verständnis geeignet.
Der schulische Part der Ausbildung findet in der Berufsschule statt. Ein Hauptschulabschluss ist wünschenswert und hilfreich zugleich.




Mit dem Beginn einer Berufsausbildung hört die schulische Ausbildung nicht auf. Bei nahezu allen Lehrberufen findet eine Blockschulung statt.
50 Schultage werden auf mehrwöchige Kurse verteilt, an denen der Azubi in der Regel ganztags die Schule zu besuchen hat.

Neben den technischen Fächern wie Mathematik, Arbeitsplanung, Technologie, Ernährungslehre, Textilkunde und Technologie-Praktikum werden auch Deutsch, Gemeinschaftskunde und Wirtschaftskunde bzw. Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.



Wer einen ausdauernden Willen besitzt und diesen zur Erreichung eines Berufszieles einsetzt, wird sicher zum Abschluss gelangen.


"Es ist noch
kein Meister vom Himmel gefallen".

Der Weg
ist das Ziel
       
Kleine Lerngruppen
Verzahnung von Theorie und Praxis
Exemplarisches Lernen
Interessante Auftragsarbeiten
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